Missionierung gefährdet


Über die bedenkenswerten Vorgehensweise fundamentaler, christlicher Missionare und deren Stützpunkte in Deutschland wurde schon 2009 diskutiert (z. B. Evangelikale in Deutschland, Jugend mit einer Mission). Diese unverantwortliche Art der Missionierung prallte auf menschenverachtenden, islamischen Fundamentalismus – das Ergebnis war der Mord an zwei Missionarinnen.

Volker Faigle, Referent im Büro des Bevollmächtigten des Rates der EKD, hat diese Missionierung in deutlichen Worten verurteilt. Er spricht von „kopflosem Vorgehen“: Die Missionare gefährdeten nicht nur sich selbst, sondern auch die Konvertiten (idea.de). Auch aus der Schweiz werden offensichtlich fundamentale, christliche Missionare entsendet: „Trotzdem gilt die Schweiz unter Experten als ein Land mit besonders vielen strenggläubigen Entwicklungshelfern.“ (20min.ch). Thomas Wipf, der Präsident der Schweizer Reformierten wird zitiert mit „Die Lage der Christen in isla­mischen Ländern sei schwierig ­genug, Missionare machten sie noch schwieriger.“

Das Mission auch anders laufen kann, bewies Daniel Everett: Er wendete sich nach vergeblichen Missionierungsversuchen bei einem brasilianischen Indianerstamm von der Religion ab (Tagesanzeiger.ch). Diese Einsicht wäre den anderen christlichen Missionaren zu wünschen. Nebenbei wird hier auch ein oft verbreiteter Irrtum widerlegt: Es ist durchaus nicht so, daß alle Naturvölker religiös sind.

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